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Vom Glauben zur Bewusstheit, wie ich mich zwischen Gott und systemischem Coaching selbst wiedergefunden habe

Ich weiss nicht, ob meine Geschichten Leben verändern werden.

Aber ich weiss ganz sicher, dass sie mein Leben verändert haben. Und vielleicht… wirst du dich in ihnen auf die eine oder andere Weise wiederfinden.


Ich habe mich entschieden, hier auf diesem Blog zu schreiben, nicht aus Perfektion, sondern aus Wahrheit. Alles, was ich erlebt habe. Alles, was mich verletzt hat, was mich wieder aufgerichtet und Stück für Stück neu aufgebaut hat.


Mit diesen Worten öffne ich dir einen Teil meiner Seele. Das sind nicht nur Worte, das sind Gefühle. Es sind Teile meines Lebens, so wie es war: mit Licht und Dunkelheit, mit Zusammenbrüchen und Neubeginn, mit Momenten, in denen ich mich verloren habe… und Momenten, in denen ich mich wiedergefunden habe.


Ich habe entschieden, in diesem Blog über meine Lebenserfahrungen zu erzählen und darüber, wie sich all diese Erfahrungen durch systemisches Coaching verwandelt haben. Denn oft führt uns das Leben an Orte, an die wir nie freiwillig gegangen wären… und genau dort begegnen wir uns selbst.



Was sich einmal wie Schmerz, Verwirrung oder Verlust angefühlt hat, hat sich mit der Zeit in Verständnis, Bewusstsein und Wachstum gewandelt.


All diese Erfahrungen, zusammen mit der bewussten Arbeit an mir selbst, haben mich geformt, geschliffen und mich Schritt für Schritt näher zu meinem wahren Wesen gebracht.


Ich bin im Glauben aufgewachsen. Mein Grossvater war ein tiefgläubiger Mensch und hat mich schon als kleines Mädchen mit in die Kirche genommen. Ich ging, weil es „so sein musste“, aber gleichzeitig spürte ich eine Ruhe, die ich damals nicht erklären konnte. Ich verstand nicht viel, aber etwas in mir hat sich verbunden, mit diesem Raum, mit dieser Energie, mit dieser Stille.


Später, in der Grundschule, habe ich auf Deutsch gelernt und kam auch mit dem katholischen Glauben in Berührung. Dort habe ich ein einfaches, aber tiefes Gebet gelernt, das ich bis heute morgens und abends spreche. Ohne es damals zu wissen, wurde dieses Gebet zu einem Anker für meine Seele.


Die Jahre vergingen, und mein Glaube blieb, aber eher an der Oberfläche. Ich betete, aber nicht tief. In mir war jedoch immer eine Sehnsucht. Ein innerer Ruf, mehr zu verstehen, mehr zu fühlen, den Glauben wirklich zu leben.


Das Leben brachte mich dann an einen Wendepunkt. Nach dem Ende einer Ehe, nach dem Verlust meines Arbeitsplatzes, nach tiefer Erschöpfung und sogar nach einer Operation fand ich mich an einem Punkt wieder, an dem ich nicht mehr wusste, wer ich bin. Ich spürte eine Leere in mir… und genau in dieser Leere begann meine Transformation.

Ich kam in ein Dorf in Rumänien, zu einem Priester, von dem viele sprachen. Ein kleines Dorf, mit einer kleinen Kirche oben auf dem Hügel, fast wie aus den Geschichten meiner Kindheit. Eine orthodoxe Kirche, der Glaube, in dem ich getauft wurde.


Es war ein einfacher Ort, aber mit einer besonderen Energie. Menschen kamen aus allen Teilen des Landes. Der Priester war ein Mensch mit einem aussergewöhnlichen Herzen, voller Gnade und mit einem Licht, das man spüren konnte, ganz ohne Worte.

Ich begann regelmässig dorthin zu gehen, und nach einiger Zeit wurde ich immer mehr Teil davon. Ohne es zu planen, lebte ich dort zwei Jahre lang. Es war eine der transformierendsten Zeiten meines Lebens.

Ich half in der Kirche, wo ich konnte, ich kochte, servierte, spülte Geschirr, fastete, las Psalmen und nahm an den Gottesdiensten teil. Ich lebte in einem Zustand des Gebets und der Präsenz.


Ich habe Dinge gesehen, die ich nicht geglaubt hätte, wenn mir jemand davon erzählt hätte. Ich habe Wunder erlebt. Und noch heute bekomme ich Gänsehaut, wenn ich daran denke.


Ich hatte auch die Möglichkeit, nach Israel zu reisen. Diese Erfahrung war tief und kaum in Worte zu fassen. Jedes Gebet, jedes Lied, jeder Ort habe ich in meinem ganzen Körper gespürt.


Dort wurde ich noch einmal getauft, genau an dem Ort, an dem Johannes der Täufer Jesus getauft hat.


Es war, als würde jede Zelle in mir sich mit etwas Grösserem verbinden. Als würde ich neu geboren werden. Als wäre ich in einer anderen Dimension. Es dauerte Monate, bis ich wieder ganz in meinem Alltag ankam.


Der Priester wurde mein geistlicher Begleiter, für mich war er wie ein zweiter Vater. In diesem Dorf fand ich meine Ruhe, meine Freude und eine innere Sicherheit, die ich vorher nicht kannte.

Und trotzdem kam der Moment, in dem ich spürte, dass ich gehen muss. Tief in mir wusste ich, dass mein Weg dort nicht endet, dass ich eine andere Aufgabe habe.

Ich kehrte zurück in den Alltag, und eine Zeit lang war alles ruhig. Ich war zufrieden, stolz auf mich und glaubte, ich hätte alles überwunden.


Doch das Leben zeigt uns, was wir noch nicht verstanden haben. Alles kam zurück, wie ein Bumerang, aber intensiver. In diesem Moment erkannte ich, dass der Glaube mich zwar getragen hatte… aber noch etwas fehlte.

Dann begann meine wahre Reise zu mir selbst.


Ich entdeckte das systemische Coaching und begann bewusst mit mir zu arbeiten. Und da wurde mir etwas klar: Der Glaube trägt dich, aber wenn du deine Muster und Überzeugungen nicht erkennst, wirst du dieselben Erfahrungen wiederholen… nur intensiver.


Das systemische Coaching hat mich gelehrt, mehr Möglichkeiten zu sehen als früher. Es hat mich gelehrt, tiefer zu fühlen und mich zu erlauben, ohne zu glauben, dass mit mir etwas nicht stimmt.


Ich habe verstanden, dass wir Erfahrungen vergessen… aber niemals vergessen, wie wir uns dabei gefühlt haben.


Das systemische Coaching hat mich gelehrt, zwischen den Zeilen zu hören, das zu spüren, was Worte nicht ausdrücken könnendenn Worte sind in ihrer Essenz magische Werkzeuge. Es hat mich gelehrt, nicht nur an der Oberfläche zu schauen, sondern in die Tiefe.


Ich habe gelernt, Dinge aus der Distanz zu spüren, meiner Intuition zu vertrauen und sie bewusst zu nutzen.


Ich habe verstanden, dass unser Körper mit uns spricht und uns Signale sendet, noch bevor sich etwas in unserer Realität zeigt. In der Stille mit mir selbst habe ich gelernt, meinen Körper zu hören und mir zu erlauben zu fühlen.


Den Schmerz. Die Überforderung. Das Leiden.


Und durch sie hindurchzugehen… und sie zu transformieren.


Ich habe erkannt, dass mit mir nie etwas falsch war. Ich bin nur früher vor meinen Gefühlen geflüchtet, weil ich nicht wusste, wie ich mit ihnen umgehen soll.

Heute danke ich jedem Gefühl in meinem Körper. Ich höre ihm zu. Ich ehre es. Ich lasse los.

Und so… lebe ich in Freiheit.


Für mich ist Gott Güte.

Er ist Liebe.

Er ist Licht.


Heute ist Gott nicht mehr nur „da oben“. Er lebt in meinem Herzen. Ich habe verstanden, dass ich aus Gott geschaffen bin und dass ein Teil von ihm in mir lebt. Und ich habe gelernt, zu dem Gott in mir zu beten, zu dem, der immer da ist.


Für mich begann die Magie in dem Moment, als mir Glaube und systemisches Coaching begegnet sind.


Alle meine Erfahrungen, auch die schmerzhaften, haben mich geformt und hierher gebracht.


Heute bete ich weiterhin Acathiste, so wie mein geistlicher Begleiter es mir beigebracht hat. Und jedes Mal, wenn ich ihn besuche, ist mein Herz erfüllt. Dieses Dorf und diese Kirche sind mein zweites Zuhause geworden.

Ich bin jeden Tag dankbar für meinen tiefen Glauben und für den Menschen, der ich geworden bin.


Heute lebe ich im Einklang, im Glauben, im Verstand, im Herzen, in der Seele und im Körper.


Und genau dann… ist die wahre Magie in meinem Leben entstanden.

Ich glaube fest daran, dass Gott durch Menschen wirkt. Jede Begegnung, ob angenehm oder herausfordernd, formt dich und bringt dich näher zu deinem göttlichen Wesen, zu deinen Gaben und zu deiner Aufgabe hier auf dieser Erde, in diesem Leben.

Nihil sine Deo 🤍

 
 
 

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